Gründerzeit
Arzberg ist nach Hohenberg an der Eger (1822) und Tirschenreuth (1833) der drittälteste Porzellanstandort in der Region. Lorenz Christof Aecker gründete 1838/39 die erste Porzellanfabrik der Stadt Arzberg. 1884 wurde die Firma von Carl Auvera (1855-1914) übernommen, der ab 1904 Aufsichtsratsmitglied bei C.M. Hutschenreuther war. Auf diesem Weg kam seine Fabrik im Jahre 1918 als „Abteilung Arzberg“ zu C.M. Hutschenreuther.
Porzellanfabrik Carl Schumann & Co.
Der Porzellandreher Heinrich Schumann (1822-1884) siedelte sich 1872 in Arzberg an und begann 1881 mit der Porzellan-Produktion. Nach seinem Tod übernahm seine Gattin Christiana Schumann (1838-1928) die Leitung des Betriebs. Ihr Sohn Carl Schumann (1871-1926) engagierte sich zusammen mit seiner Frau Katharina (1874-1960), die 1954 den Titel „Mutter von Arzberg“ erhielt, für den Aufbau der Fabrik und der Stadt. Durch ihren guten Ruf durfte die Porzellanfabrik bereits um 1900 das Arzberger Stadtwappen als Firmenmarke verwenden. Bekannt war das Unternehmen vor allem für seine Porzellanstücke mit durchbrochenem Dekor. Im 20. Jahrhundert konnten die Nachkommen den Erfolgskurs des Unternehmens beibehalten. 1981 folgten Umstrukturierungen durch die verschwägerte Familie Erich Netzsch (1903-1990). Der Betrieb fusionierte 1990 mit den Gebr. Frank GmbH & Co. KG. Die 'Vereinigte Porzellanwerke Carl Schumann Arzberg Colditz Freiberg' wurden 1995 endgültig geschlossen.
Porzellanfabrik Arzberg
Die Porzellanfabrik Arzberg war ursprünglich eine Gründung der Familie Schumann. 1887 eröffnete Christoph Schumann (1864-1916) eine eigene Fabrik, die 1891 von dem tatkräftigen Unternehmer Theodor Lehmann (1864-1908) übernommen wurde. Dieser baute die Fabrik konsequent aus und forcierte 1903 die Fusion mit der Schönwald AG. Als Leiter beider Werke erwarb er 1904 das erste Automobil der Region als Dienstwagen. Die Porzellanfabrik Arzberg machte sich mit der Herstellung durchbrochener Porzellangegenstände einen Namen. 1927 wurde das Unternehmen vom Kahla-Konzern übernommen. Anfang der 1930er Jahre begann eine Zusammenarbeit mit dem Designer Dr. Hermann Gretsch (1895-1950). Mit der Geschirrform „Arzberg 1382“ begründete er die „Arzberg-Linie“, die 1955 als Fabrikmarke eingetragen wurde. 1972 fusionierte Kahla mit Hutschenreuther.
Porzellanfabrik Retsch Porzellan GmbH
Die Porzellantradition der Stadt bewahrt heute die traditionsreiche Wunsiedeler Fabrik Retsch Porzellan GmbH, die 2003 ihren Verwaltungssitz mit einem Werksverkauf nach Arzberg verlegte.
Zeche Kleiner Johannes
mit der Info-Stelle des Naturparks Fichtelgebirge
Vor der Ära des "Weißen Goldes" prägte vor allem der Bergbau das Leben der Bevölkerung. All diejenigen, die nähere Einblicke in die Bergbaugeschichte von Arzberg erlangen möchten, sollten die Zeche ‚Kleiner Johannes' in der Nähe des Schwimmbads besuchen. Informationen erteilt die Stadt Arzberg unter (0 92 33) 40 40.
Geöffnet: täglich 9h-17h, Dez. bis März geschlossen
Feisnitz-Stausee, Arzberg
Einst zur Stromerzeugung angelegt, ist der See heute ein Naherholungsgebiet. Angler können Tages- und Wochenangelkarten bei der Aral-Tankstelle Stock in Arzberg erhalten. Für den Vorsee erhalten Sie die Angelkarten beim Gasthof ‚Seeklause’ direkt am See. Im Winter ist auf dem Vorsee das Eislaufen möglich. Der Parkplatz am Feisnitzspeicher ist Ausgangspunkt für Wanderungenn zur Waldenfels-Warte auf dem Kohlberg, zum Basaltgebiet des Ruhberges und in das Röslautal zum Gsteinigt zwischen Elisenfels und Arzberg.
Route von Arzberg nach Selb am Gedenkstein vorbei
Zwischen Arzberg und Selb bietet sich eine schöne Tageswanderung von 23 km über die östliche Fichtelgebirgshochfläche an. Folgen Sie der weiß-blauen Markierung ab dem Krankenhaus in Arzberg bis ins Wellertal. Der Weg führt am Weiler Rosenbühl und am Hutschenreuther Gedenkstein vorbei. An der Gaststätte Steinhaus vorbei geht es nach Neuhaus. Von dort aus verläuft die Route auf dem „Egerweg“ 1 km flussabwärts bis zum Hirschsprungfelsen. Von hier geht es links bergwärts der weiß-blauen Markierung folgend über das Dorf Silberbach zum hohen Hengstberg (651 m), von dem man einen schönen Blick über die Landesgrenze hat. Von dort aus wandern Sie direkt weiter nach Selb.
Alexander von Humboldt war in Arzberg fünf Jahre als Oberbergmeister tätig. Er gründete hier sogar eine Bergschule.
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