PORZELLANGESCHICHTE

1880 gründete ein Konsortium Rehauer Bürger die offene Handelsgesellschaft Zeh, Scherzer & Co., die Ende des 19. Jahrhunderts über 70 Prozent ihrer Produktion in die USA exportierte. Später baute das Unternehmen eine Kunstabteilung mit Figurenfertigung auf, bei der Künstler eingebunden wurden, die bis dahin nicht mit Porzellanfirmen zusammengearbeitet hatten. In den 1990er Jahren begann die Verlagerung des Unternehmensgegenstands von der Porzellanherstellung zur Vermögensverwaltung.

Porzellangeschichte schrieb auch die Firma Hertel, Jacob & Co., die von 1906 bis 1970 bestand. Der Betrieb war in den 1960er Jahren kurzzeitig im Besitz der Firma Melitta, die in Rehau Kaffeefilter und Ähnliches aus Porzellan produzierte.

PORZELLAN, PERLEN & PLASTIK

Die Stadt mit der höchsten Industriedichte in Bayern besitzt auch eine ausgeprägte kulturelle Seite. So widmet sich der Museumskomplex am Maxplatz der Stadtgeschichte, die insbesondere von den beiden ansässigen Porzellanbetrieben, zudem vom Gerberhandwerk und der Flussperlmuschel geprägt wurde.  In der Ascher Heimatstube und in der Roßbacher Weberstube wird das kulturelle Erbe der Sudetendeutschen dokumentiert. Puppen aus über einem Jahrhundert zeigt die angeschlossene Puppen- und Spielzeugsammlung.

Wo Zeh, Scherzer & Co. bis 1990 Porzellan produzierten, ist mit REHAU ART eine Stätte für Kunst entstanden, die der Kunststoffhersteller REHAU als Kommunikationszentrum mit Kunsthalle eingerichtet hat. Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie erleben Sie im städtischen Kunsthaus, das jährlich vier bis fünf Ausstellungen zeigt und das "archiv eugen gomringer" beheimatet.

  • Pfarrkirche im OT Pilgramsreuth mit Altar & Kanzel von Elias Räntz
  • Freibad Rehau
  • Durchs alte Regnitzland (Drei-Länder-Tour) | Länge: 55 km (Rundweg)
  • Weihnachtsmarkt auf dem Maxplatz