PORZELLANGESCHICHTE

Josef Pfeiffer aus Fischern (Rybáře) und Ludwig Löwenstein aus Lichtenstadt (Hroznětín) gründeten 1873 unweit von Kaolin- und Kohlebergwerken eine Porzellanfabrik. Unter der Leitung der Gründersöhne erlebte Pfeiffer & Löwenstein einen enormen Aufschwung. Das Unternehmen belieferte Wien (z. B. Josef Böck) und andere Porzellanzentren mit Weißware und wurde bekannt für sein dünnes, fast transparentes Porzellan. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Witwe Rudolf Löwensteins enteignet. Sie und ihr jüngster Sohn starben im Konzentrationslager. In der Fabrikmarke PULS (nach 1945) blieb jedoch die Initiale des Namens Löwenstein erhalten. Die Fabrik wurde nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlicht und ging in der Porzellanfabrik Concordia (1888 in Lesov gegründet, heute Thun 1794 a. s.) auf.

PORZELLAN IM KLOSTER

In den 1990er Jahren hat die Stadt Ostrov mit der Unterstützung eines Vereins begonnen, Porzellan aus der einstigen lokalen Produktion zu sammeln, welches in Fachkatalogen aufgrund seiner hohen Qualität, jedoch immer unter der ursprünglichen deutschen Ortsbezeichnung Schlackenwerth, als Schlackenwerther Porzellan zitiert wird. Die bedeutende Kollektion ist in der Klosterkirche zu sehen, welche sich auf dem ehemaligen Klosterareal am westlichen Rand der historischen Altstadt befindet. Der sogenannte Heilige Bezirk umfasst neben der Kirche Mariä Verkündigung drei Kapellen und einen Klostergarten mit Ökozentrum.

WEITERE AUSFLUGSZIELE

Ebenso sehenswert ist die ausgedehnte barocke Schlossanlage und der Schlosspark, welcher im Geiste der italienischen Renaissancegärten mit Springbrunnen, künstlichen Teichen und Felsgebilden angelegt ist. Im Park, der einst als achtes Weltwunder bezeichnet wurde, befindet sich das im 17. Jahrhundert von Abraham Leuthner erbaute Lustschloss Bílý dvůr, welches den Herzogen und Markgrafen einst als Vergnügungsort diente und heute als Zweigstelle der Kunstgalerie Karlovy Vary Kunst des 20. Jahrhunderts zeigt. 

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