Windischeschenbach

Eschenbach-Porzellan
Winterling
Porzellanfabrik 2006

Porzellangeschichte in Windischeschenbach


Gründungsphase
Ab 1906 existierten die ersten Pläne von Xaver Lindner und Eduard Haberländer, dem Schwiegersohn der Porzellanfabrikbesitzers Wenzl Mannl, eine Porzellanfabrik zu errichten. Das nötige Bauland kaufte Lindner aber erst 1913. Im gleichen Jahr wurde mit dem Fabrikbau begonnen und ab 1916 ging man in Produktion. Die baulichen Verzögerungen sind zum Teil auf die Gemeinde zurückzuführen, die anfänglich gesundheitliche Schäden durch Ruß-, Rauch- und Gasausstoß befürchtete. Nach mehreren Gutachten erteilte die Regierung der Oberpfalz die Genehmigung.

Eschenbach-Porzellan

Mit dem Ersten Weltkrieg gab es nicht nur Rohstoffengpässe, auch der Handel mit dem Ausland nahm stark ab. Mangels Nachfrage wurde das Sortiment auf einfaches Gebrauchsgeschirr, Einmachtöpfe, Salbentöpfe und Porzellangewichte beschränkt. Nach 1918 florierte das Unternehmen wieder. Der Export ging verstärkt nach England. In der Folge wurde die Fabrik ausgebaut, die Mitarbeiterschaft wuchs auf 450 Beschäftigte im Jahr 1928. Unerwartete Absatzschwierigkeiten führten dazu, dass Eduard Haberländer die Fabrik samt Wohngebäude und Grundstücke 1929 verkaufte. Die Firma wurde als Zweigwerk der Oscar Schaller Werke & Co. Nachf. von der Familie Winterling aus Kirchenlamitz weitergeführt. Nach der Wiedervereinigung kam Eschenbach-Porzellan an den thüringischen Triptis-Konzern. Im Jahre 2005 wurden die Werkstore endgültig geschlossen.

Sehenswertes

Von den  Lebensgewohnheiten großbürgerlicher Familien erzählt die Stützelvilla. Die um 1890 im Stil der späten Gründerzeit erbaute Fabrikantenvilla wird heute als Jugendtagungshaus genutzt.

Schauen Sie auf jeden Fall in eine der 14 urig-gemütlichen Zoiglstub’n, wo noch traditionsgemäß das gut gehopfte und kohlensäurearme Zoiglbier, nach alter Rezeptur gebraut und ausgeschenkt wird. Mehr zu den Zoiglstub'n und zum Zoiglkalender auf folgender Homepage:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.zoigl.de

Nach einer deftigen Hausmacherbrotzeit  empfiehlt sich ein Spaziergang im wildromantischen, von großen Waldbeständen umgebenen Naturschutzgebiet Waldnaabtal. Die Waldnaab umspült hier mächtige Felsformationen im Flussbett. Tipps und Wandervorschläge finden Sie unter:
Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.waldnaab.de

Maibaum

Touristinformation


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