Kontinuität und Wandel
Der Porzellanfabrikant Heinrich Eichhorn erhielt im Jahre 1833 die Konzession für die Errichtung einer Porzellanfabrik. Produktionsbeginn war 1838. Mehrfach wechselten die In- und Teilhaber; darunter waren auch bekannte Namen wie etwa August Bauscher (später Mitgründer von Bauscher/Weiden), der 1880 seinen Anteil an Karl G. Mezger verkaufte.
Ab 1891 firmierte der Betrieb unter Muther & Mezger OHG. Nach der Übernahme der Lorenz Hutschenreuther AG aus Selb wurde die Porzellanfabrik Tirschenreuth ab 1927 als Zweigniederlassung weitergeführt. Huschenreuther gab den Standort Tirschenreuth 1994 auf, musste dennoch vier Jahre später Insolvenz anmelden. 1999 fassten Peter Preuschel und Franz Göhl den Entschluss, hier wieder „Weißes Gold“ zu fertigen, doch mit nur kurzem Erfolg. 2004-2006 führte die Azzurro GmbH die Porzelliner-Tradition fort.
Vielfalt der Keramik
In der 1865 von Leonard Wallner errichteten Hafnerwerkstätte wurde ebenfalls Porzellan gefertigt. 1919 kauften Martin und Hans Zehendner, Christian Seltmann und Johann Wallner den Betrieb. Die Neugründung erfolgt unter Tonofenfabrik Wallner AG. Aufkäufe und neue Niederlassungen vergrößerten das Unternehmen stetig. Mitte der 1950er Jahre wurde verstärkt in die Porzellanproduktion investiert. Als 1989 die Familie Zehendner ausschied, gingen die Anteile an die Familie Bäumler und Herrn Eh über. 1992 wurden die Betriebsteile Kachel und Porzellan in zwei eigenständige Betriebe aufgeteilt, die Keramischen Werke Zehendner und die SMCS Porzellanfabrik Tirschenreuth. Im folgenden Jahrzehnt (1998 und 2002) wurden beide stillgelegt. 2002 erfolgt die Neugründung der handwerklich geprägten Manufaktur Zehendner Keramik GmbH. Die Firma produziert heute mit modernster Technik Geschenkartikel, Kacheln und Kachelöfen.
Stadtführungen finden während der Sommermonate jeden Dienstag um 17h statt (Treffpunkt Rathaus). Die Führungen beinhalten eine Besichtigung des Klettnersturms, dem Wahrzeichen der Stadt. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der neugotischen Fatimakirche mit ihrem klangvollen Glockenspiel sowie die katholische Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt.
Im „Land der 1000 Teiche" sollte auch das Oberpfälzer Fischereimuseum nicht ausgelassen werden.
Geöffnet: März-Okt Mi-So 11h-17h; Nov-Feb Mi-So 11h-16h
Oberpfälzer Fischereimuseum
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Fischerreimuseum
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