Küps

Rittirsch
Edelstein
Lindner
Cuprolit

Porzellangeschichte in Küps


Die Porzellangeschichte der Stadt begann im Jahr 1829 mit einem Privileg der königlich-bayerischen Regierung. Im Lauf der knapp 200-jährigen Geschichte entstanden zahlreiche Porzellanmanufakturen, an deren Existenz heute teilweise nur deren Bodenmarken erinnern.(z. B. Albert Rosenlöcher, 1830-ca. 1913, und Wenck & Zitzmann, 1879 -ca. 1913). Zu den bekanntesten Unternehmen zählen die Oberfränkische Porzellanfabrik Ohnemüller & Ulrich (1890-1919), die Porzellanfabrik Julius Edelstein AG (1919-1989) sowie die Firma Wilhelm Rittirsch (1950-2003). Lindner Porzellan (seit 1932) ist für seine schwarz-weißen Asymmetrien und großflächigen Kobalt-Dekore berühmt.

Das Unternehmen von Roland Jakob (seit 1985) hat sich im Bereich der Feinkosttheke und der Geschenkartikelproduktion etabliert. Die Porzellanmanufaktur Klaus Cutik (gegründet 1960) ging 1973 in der Neugründung Royal GmbH Werbeideen aus Porzellan auf. Die Werkstätten von Gisela Keilhauer (seit 1956) und Karl-Heinz Klette (seit 1956) besitzen wegen ihrer grazilen Tüllfiguren weltweiten Ruf.

Küpser Porzellan - einfach spitze
"Edle Scherbe, vollendet in Form und Dekor" – so schwärmte die Fachpresse Anfang des 20. Jahrhunderts über die Küpser Porzellankunst. Die Produktionspalette reichte im Laufe der Geschichte von Porzel­lan-Pfeifenköpfen zu Alltagsgeschirr, von henkellosen Türkenbechern zu Dekorstücken aus Biskuit-Porzellan. Die Fertigkeit der Küpser Porzelliner führte zu Innovationen wie beispielsweise der Verwendung von hauchdünnem Porzellan, das sich wegen seines geringen Gewichtes für den Export eignete.

Anfang des 20. Jahrhunderts zeigte Küps mit der Entwicklung des Cuprolits, einer Terrakotta-Masse mit Kupferoxyd-Auflage, Erfindergeist. Die bronzeschimmernde Masse wurde zur Herstellung von Bildern und Grabengel verwendet. Noch heute gibt es in Küps zahlreiche Porzellanhersteller mit unterschiedlichen Stilrichtungen.

Spaziergang durch Küps


Geographisch gehört Küps zwar zum Mittelgebirge des Frankenwaldes, es genießt aber bereits das mildere Klima des Maintals. Beim Besuch der Porzellanstadt bietet sich der Rundwanderweg ‚Küpser Lindeweg’ an. Er ist zirka 8,5 km lang und mit nur 190 m Höhenunterschied auch für weniger Geübte leicht zu bewerkstelligen.

Schloß

Touristinformation


Am Rathaus 1
96328 Küps
Telefon (0 92 64) 680
Telefax (0 92 64) 68 10
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