Rosenthal AG Kronach
Die Porzellanfabrik Bauer, Rosenthal & Co. wurde 1897 von den Brüdern Philipp und Wilhelm Rosenthal und dem Keramikingenieur Karl Maria Bauer gegründet. Sie ging 1901 in der Rosenthal-Aktiengesellschaft Selb auf. Im Kronacher Werk entstanden in der Masse eingefärbte Zierartikel, wie beispielsweise jene von Leonore Hiller (*1881). Seit den 1980er Jahren beeindruckt die Architektur des Fabrikgebäudes. Ekkehard Fahr, Dieter Schaich und Josef Reindl verwirklichten die Form eines Bienenwabenmusters, das sie modernsten Arbeitsplatzrichtlinien anpassten. 1997 stellte Rosenthal die Porzellanherstellung in dem Gebäude ein. Heute befindet sich in den Räumen ein Werksverkauf. Die Produktionsstätten nutzt nun der Automobilzulieferer LEAR Automotive Electronics GmbH.
Alboth & Kaiser
Im Jahr 1899 verlegte Ernst Alboth die Porzellanmalerei seines Vaters nach Kronach. Mitte der 1920er Jahre stieg Alboths Schwiegersohn Georg Kaiser in den Betrieb ein. Aus den Anfangsbuchstaben der beiden Familiennamen formierte sich daraufhin der neue Name „Al-Ka Kunst“. In der Zwischenkriegszeit verzeichnete das Unternehmen mit Geschenkserien, vor allem mit Rokoko-Spitzenfiguren im thüringischen Stil, Verkaufserfolge. 1956 verlegte Al-Ka Kunst seinen Standort nach Bad Staffelstein.
Puppenköpfe, Haushaltsgeschirr und technische Produkte
Auch der Meißener Betrieb Stockhardt & Schmidt-Eckert unterhielt zwischen 1912 und 1930 eine Niederlassung in Kronach. Das Werk fertigte Haushaltsgeschirr und technisches Porzellan. Puppensammlern ist die Porzellanfabrik der Gebrüder Kühnlenz (1884-1930) ein Begriff. Bis 1904 entstanden dort Puppenköpfe, Badekinder und Schwimmtiere. Danach wurde die Produktion auf elektrotechnische Artikel umgestellt. Einige, heute weitgehend unbekannte Kronacher Manufakturen, wie R. & E. Pech (gegründet 1930) und Martha Budich (um 1951- ca. 1963) fertigten Ziergegenstände im Dresdner Stil.
Einer der berühmtesten deutschen Maler und Graphiker Lucas Cranach d.Ä. (*1472 in Kronach; † 1553 in Weimar) wurde in Kronach geboren. Der Sohn der Stadt war während seiner Schaffenszeit in Wien, am kurfürstlichen Hof in Wittenberg sowie in Weimar tätig. Als enger Freund von Martin Luther und Philipp Melanchton ging er vor allem als Maler der Reformation in die Kunstgeschichte ein.
„Fröschbrunna-Coaster“ heißt die neue Freizeitattraktionen für Familien im Frankenwald. Damit ist eine ganzjährig nutzbare Sommer- und Winterrodelbahn im Kronach-Fröschbrunn gemeint!
Geöffnet: April-Okt. 10h-17h; Nov.-März Sa u So 13h-16h
Informationen unter Telefon (0 92 61) 91 203
Kronach: Mauerweg ab Festung Rosenberg
In den Fugen und Ritzen alter Gemäuer haben oftmals Fledermäuse, Eidechsen und Schlangen, seltene Vogel- und Insektenarten sowie hoch spezialisierte Pflanzenarten ihren Unterschlupf gefunden. Unterschiedliche Licht-, Feuchtigkeits- und Substratverhältnisse lassen dabei eine große Vielfalt an Kleinstlebensräumen entstehen, die bei Sanierungsmaßnahmen häufig zerstört werden. Praktische Anschauung für den Erhalt der Bausubstanz und des Sekundärbiotops gibt der Lehrpfad „Mauerweg“ der von der Festung Rosenberg durch die Altstadt von Kronach führt. Der Lehrpfad entstand nach Erkenntnissen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Stadt Kronach, der Universität Bamberg sowie der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken / Schloss Mitwitz, das von der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt gefördert wurde.
Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb
der Lucas-Cranach-Stadt Kronach
Marktplatz 5
96317 Kronach
Telefon (0 92 61) 97 236
Telefax (0 92 61) 97 310
E-Mail
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