Dekore erwecken Porzellan zum Leben

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Blumendekor

Seit ältesten Zeiten haben die Menschen Freude daran, ihre Gebrauchsgegenstände zu schmücken. Beim Dekorieren der einzelnen Stücke kommen die unterschiedlichsten Techniken zur Anwendung.

Sorgfältige, gleichmäßige Präzisionsarbeit ist hier der wichtigste Faktor.
Reich dekorierte Porzellan durchlaufen 6 Brände: Glühbrand / Glattbrand / 4 Dekorbrände

So anspruchsvoll das Material Porzellan ist, so vielseitig sind seine Gestaltungsmöglichkeiten, und in der kühlen Eleganz eines schwarz-weißen Teeservice kommt seine Zartheit ebenso zum Ausdruck wie in den beschwingten Formen traditioneller Kaffeetassen und Kaffeekannen.

Dekore heben die Neutralität einer schlicht weißen Form auf.

Durch Dekore kann Porzellan viele Gesichter haben: Ein Service oder eine Vase können durch einen reichen Golddekor festlich und repräsentativ wirken. Das gleiche Service, die gleiche Vase mit einem farbenfrohen Blumendekor wirken freundlich und heiter.

Ein Dekor kann also ein Stimmungsfaktor sein und dadurch ein Service einem bestimmten Zweck zuführen. Außerdem werden durch verschiedene Dekore unterschiedliche Käuferschichten angesprochen.

Die Abteilung Produktentwicklung lässt eine Vielzahl von Dekoren von namhaften Künstlern entwerfen, um daraus nach strengen Gesichtspunkten die besten auszuwählen.

Dekorfolie

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Auflegen der Dekorfolie

Die häufigste Technik, Porzellan zu dekorieren, ist das Auflegen einer hauchdünnen, nassen Farbfolie. Dieses Auflegen erfordert große Genauigkeit, Geduld, eine sichere Hand und gute Augen.
Die Dekorfolien selbst werden hauptsächlich im Siebdruckverfahren hergestellt. Heute werden sie nicht mehr nur für die Dekoration von Servicen verwendet, sondern auch für kostbare, limitierte Serien, die in Handmalerei nicht auszuführen sind.

Handmalerei

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Golddekore werden sorgfältig von Hand gemalt

Handgemalt sind Lüsterdekore, Gold- und Platinbänder, Goldätzdekore und vergoldete Reliefs.
Nachdem eine erste Goldschicht aufgemalt und aufgebrannt ist, wird ein zweite Goldschicht aufgetragen, die nach einem zweiten Goldbrand mit Glashaarbürsten auf Hochglanz poliert wird. Nach diesem letzten Brand enthält eine handgemalte Goldauflage bis 95 % reines Gold (22 Karat).
Handgemalt sind auch alle Figuren. Dabei wird entweder auf der Glasur gemalt oder auf dem verglühten Scherben, der anschließend glasiert und glattgebrannt wird.

Fond-Dekore

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gleichmäßig wird der Farbfond aufgespritzt

Sollen größere Flächen eines Porzellanstücks mit einer Farbe bedeckt sein, so wird dieser Farbfond mit einer Spritzpistole gleichmäßig auf das Porzellan aufgespritzt.

Dabei werden alle diejenigen Flächen, die weiß bleiben sollen, zuvor mit Lack isoliert, der nach dem Spritzen wieder entfernt werden muss. Nach Abziehen der Lackschicht und vor dem Brennen werden die weißen Flächen des Porzellans sorgfältig geputzt. Kleinste Farbrückstände würden nach dem Brand als Flecken sichtbar werden.

Ätzgolddekore

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Durch Ätzen entsteht ein feines Relief.

Bei der sehr wertvollen Goldätzkante werden Teile des Dekors durch Flußsäure - die einzige Säure, die Porzellan angreift - aus der Glasur ausgeätzt, nachdem die nicht zu ätzenden Teile zuvor mit einem Schutzlack isoliert worden sind.
Je länger das Porzellan in die Säure getaucht wird, um so tiefer wird der Dekor eingeätzt. Dabei sind Sekunden ausschlaggebend für immer gleichbleibende Qualität.
Anschließend wird der Dekor zweimal handvergoldet. Jede Goldauflage muss einzeln aufgebrannt werden. Nach dem zweiten Brand wird das Gold mit Glashaarbürsten poliert, damit es glänzt.

Unterglasur-Dekor-Brand

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Eine der ältesten Dekortechniken

Unterglasurdekore werden nach dem ersten Brand (Glühbrand) auf das noch poröse Porzellan meist in Handarbeit aufgetragen. Anschließend wird glasiert und bis 1400°C glattgebrannt.
Auch die Bodenmarke wird vor dem Glasieren aufgestempelt. Sie liegt unter der Glasur.
Für die hohen Brenntemperaturen sind nur wenige Dekorfarben geeignet. Zu diesen gehören Kobaltblau, Grün, Braun, ein nur mattes Gelb sowie Mischungen  dieser Farben von Grau bis Schwarz.
Unterglasur-Kobalt-Dekore werden gerne mit Ätzgolddekoren kombiniert.

Hochtemperatur-Dekor-Brand

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Hochtemperatur Dekor Brand

Hochtemperatur-Dekore werden mittels Farbfolien, Handmalerei oder Fondspritzen auf das fertige Porzellan aufgetragen.
Im Gegensatz zum Unterglasurbrand kann man beim Hochtemperaturbrand wesentlich mehr Farbtöne und auch Gold und Platin in die Glasur einschmelzen.
In 90 Minuten wird das Porzellan auf 1250°C erhitzt, so das die Dekore in die verflüssigte Glasur einsinken und von ihr geschützt werden. Hochtemperatur Dekore sind spülmaschinenfest und unempfindlich gegen Oberflächeneinwirkungen.

Aufglasur-Dekor-Brand

Aufglasur-Dekore werden ebenfalls durch Farbfolien, Fondspritzen oder in Handmalerei auf das fertige Porzellan aufgetragen. Alle lebhaften Farben, wie z.B. Rot und Orange, die keine hohen Brenntemperaturen aushalten, und oft auch reiche Gold-, Platin- und Lüsterdekore werden zwischen 800°C und 900°C auf die Glasur aufgebrannt. Aufglasur-Dekore sind nicht ganz so glatt wie die Glasur. Meistens kann man sie fühlen.